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Die Künstlerinnen Barbara Kruger und Jenny Holzer bringen ihre Arbeiten in den Alltag ein. Sie transformieren ihre Arbeiten
vom Kunstraum des Museums und der Galerie in den Stadtraum. Vor allem mit großformatigen Plakaten macht etwa Barbara Kruger sich
seit den 1970er Jahren Werbeformen zu eigen und funktioniert sie um. Die Slogans der Plakate greifen Prinzipien des Kapitalismus,
des Konsums und des Kunstmarktes im Besonderen auf, die in irritierender Weise kombiniert und kontextualisiert werden.
Jenny Holzer plakatiert alphabetisch geordnete ‚Binsenweisheiten‘ (engl. Truisms) im Stadtbild: von „Abuse of Power comes
as no surprise“ über „Humanism is obsolete“ bis hin zu „Torture is barbaric“ und „You must remember you have freedom of choice“.
Beide Künstlerinnen verstehen ihre Arbeiten als Interventionen, sie reflektieren auf diese Weise die Bedingungen für Kommunikation
im öffentlichen Raum und insbesondere in der Werbung.
Kurz-CV
Alexandra Karentzos (*1972), Dr. phil., ist Juniorprofessorin für Kunstgeschichte an der Universität Trier. Von 2002 bis 2004 war
sie wissenschaftliche Assistentin bei den Staatlichen Museen zu Berlin und lehrte an der Hochschule für bildende Künste
Braunschweig. Sie ist Mitbegründerin des Centrums für Postcolonial und Gender Studies an der Universität Trier
(www.uni-trier.de/cepog). Ihre Forschungsschwerpunkte sind: Geschlecht und Ethnizität, Körperproduktionen, Ironie und
Postkolonialismus, Orientalismen, Kunst und Tourismus, Antikenrezeptionen. Publikation zu Jenny Holzer und Barbara Kruger im
Katalog der skulptur projekte münster 07. Zuletzt erschienen: Fremde Männer – Other Men, Themenheft der kritischen berichte,
4.2007, Der Orient, die Fremde. Positionen zeitgenössischer Kunst und Literatur. Bielefeld: transcript 2006 (hg. zusammen mit
Regina Göckede).
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